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FAQ - Fragen und Antworten
Pflegefonds
Pflegeimmobilien
Ein Pflegefonds ist eine Kapitalanlage, bei der Anleger nicht ein einzelnes Pflegeappartement kaufen, sondern sich an einem Fonds beteiligen, der in Pflegeimmobilien oder Pflegeeinrichtungen investiert. Anleger profitieren dadurch indirekt von Mieteinnahmen, Wertentwicklung und professionellem Fondsmanagement.
Bei einer Pflegeimmobilie erwerben Anleger meist ein konkretes Pflegeappartement und werden im Grundbuch eingetragen. Bei einem Pflegefonds beteiligen sie sich dagegen als Kommanditist an einem Investmentvehikel, ein sog. AIF (Alternativer Investmentfonds), das mehrere Objekte halten kann. Pflegefonds bieten dadurch oft eine Streuung, in der Regel drei Objekte, während ein eigenes Pflegeappartement direktes Eigentum bedeutet.
Ein Pflegefonds eignet sich für Anleger, die in den Markt der Pflegeimmobilien investieren möchten, aber kein einzelnes Pflegeappartement oder eine Wohnung für betreutes Wohnen selbst erwerben wollen. Über einen Pflegefonds kann man bereits ab 10.000 Euro in den Wachstumsmarkt der stationären Pflege investieren. Die Ausschüttungen erfolgen in der Regel monatlich (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Das Angebot für Pflegefonds ist leider sehr rar, aber es gibt auch Angebote im Zweitmarkt.
Pflegefonds können durch Sachwerte, langfristige Pachtverträge und den Pflegebedarf eine vergleichsweise planbare Struktur haben. Trotzdem sind sie nicht risikofrei. Risiken können sich aus Betreiberqualität, Immobilienstandorten, Finanzierung, gesetzlichen Änderungen, Kostenstruktur und Veräußerungserlösen ergeben.
Zu den typischen Risiken zählen Miet- oder Pachtausfälle, Betreiberinsolvenzen, Wertschwankungen der Immobilien, eingeschränkte Handelbarkeit, längere Laufzeiten, steuerliche Änderungen und allgemeine Marktrisiken. Anleger sollten deshalb immer den Verkaufsprospekt und die wesentlichen Anlegerinformationen prüfen.
Bei stationären Pflegeeinrichtungen können Teile der Kosten über Bewohner, Pflegekassen, Sozialhilfeträger oder andere Leistungsträger getragen werden. Dadurch entsteht ein anderes Einnahmemodell als bei klassischen Wohn- oder Gewerbeimmobilien. Die konkrete Struktur hängt jedoch vom jeweiligen Betreiber- und Pflegekonzept ab.
Das hängt vom Ziel des Anlegers ab. Ein einzelnes Pflegeappartement bietet direktes Eigentum und Grundbucheintrag. Ein Pflegefonds kann breiter streuen und professionell verwaltet werden. Dafür ist der Anleger weniger direkt am einzelnen Objekt beteiligt und stärker von der Fondsstruktur und vom Fondsmanagement abhängig.
Die Handelbarkeit hängt vom jeweiligen Fonds ab. Manche Beteiligungen können über einen Zweitmarkt veräußert werden, allerdings gibt es keine Garantie für einen schnellen Verkauf oder einen bestimmten Verkaufspreis. Anleger sollten deshalb vor der Zeichnung prüfen, wie lange die geplante Laufzeit ist und welche Ausstiegsmöglichkeiten bestehen.
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